Yoel Gamzou

Yoel Gamzou (c) Christian Debus

Yoel Gamzou ist seit der Saison 2017/18 Generalmusikdirektor am Theater Bremen. Bereits seine erste Produktion in dieser Position, Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk, sorgte bei der Presse für Furore. Darauf folgten eine Neuproduktion von Die Fledermaus und eine Wiederaufnahme von Carmen. Nach seinem erfolgreichen Debüt am Luzerner Theater kehrte er in der vergangenen Saison mit Massenets Manon zurück. 2018/19 wird er in Bremen neben Vorstellungen von Rigoletto und Die tote Stadt eine Neuproduktion von Fidelio und von L’étoile leiten.

Yoel Gamzou ist künstlerischer Leiter und Chefdirigent beim International Mahler Orchestra (IMO), welches 2006 gegründet wurde. Bevor er seine Position in Bremen antrat, dirigierte er beim Staatsorchester Kassel im Rahmen eines Einspringens Mahlers 9. Sinfonie mit so großem Erfolg, dass er umgehend zum ersten Gastdirigenten und später zum ersten Kapellmeister und stellvertretenden Generalmusikdirektor ernannt wurde. Diese Position hatte er bis Sommer 2015 inne.

Während seiner Zeit in Kassel leitete er eine Reihe von sehr erfolgreichen Konzerten und Opernproduktionen wie Fidelio, Tosca, Rigoletto und Il Barbiere di Siviglia.

Gastengagements führten ihn zur jOpera Jennersdorf Festivalsommer in Österreich (Carmen) und zu Orchestern wie den Bamberger Symphonikern, Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken, den Hamburger Symphonikern, dem Mozarteumorchester Salzburg, dem Sinfonieorchester St. Gallen, dem Sinfonieorchester Aachen, der Jena Philharmonie, Belgrade Philharmonic Orchestra, dem Malaysian Philharmonic Orchestra, dem Israel Philharmonic Orchestra u.a. Seine regelmäßige Arbeit mit den Stuttgarter Philharmonikern gründet auf einer sehr engen Verbindung zum Orchester. So wird er auch 2018/19 neben Konzerten in St. Gallen, Saarbrücken und mit dem Frankfurter Museumsorchester, zwei Konzertperioden in Stuttgart dirigieren.

Seit seiner frühen Kindheit begleitet Yoel Gamzou Gustav Mahlers Musik. Als 19-Jähriger zog er beim Internationalen Gustav Mahler Dirigentenwettbewerb zum ersten Mal internationale Aufmerksamkeit auf sich, als er mit dem Förderpreis ausgezeichnet wurde. 2010 sorgte er erneut für internationales Aufsehen, als seine Vervollständigung von Mahlers unvollendeter 10. Sinfonie von Schott Music veröffentlicht wurde. Sowohl die Premiere in Berlin als auch die anschließende Tour mit seinem IMO, wurden von Mahler Experten, der Presse und dem Publikum umjubelt. Eine Liveaufnahme des letzten Tour-Konzerts in der Philharmonie Berlin wurde in Deutschland von WERGO veröffentlicht. Gamzous Version von Mahlers 10. Sinfonie wird nach wie vor weltweit aufgeführt; oft steht er selbst am Pult.

Yoel Gamzou ist mehrfacher Preisträger, unter anderem wurde er im November 2017 mit dem ECHO Klassik Award in der Kategorie Nachwuchskünstler des Jahres „Dirigent“, im März 2013 mit dem renommierten „Princess Margriet Award“ der European Cultural Foundation und im Februar 2012 mit dem „Berenberg Culture Prize“ (Hamburg) ausgezeichnet.

Von „atemberaubendem Furor“ und dem „vielleicht aufregendsten Beitrag zum Hamburger Mahler-Jubiläum“ sprach das Hamburger Abendblatt. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung widmete Gamzou eine komplette Seite und übertitelte sie: „Unbeirrbar, radikal, kompromisslos – Porträt eines genialisch Besessenen“. Die Opernwelt feierte seine Arbeit als „unerhört gekonnt“.

Yoel Gamzou wurde in einer Künstlerfamilie geboren und wuchs in New York, London und Tel Aviv auf. Sein wichtigster Mentor war Carlo Maria Giulini, mit dem Yoel Gamzou in Mailand bis zu dessen Tode zwei Jahre lang arbeitete.

2018/19

(Änderungen bzw. Kürzungen bedürfen der Abstimmung mit ARSIS Artist Management. Bitte verwenden Sie kein Material älteren Datums.)

www.yoelgamzou.com

Nächste Vorstellungen