Norbert Ernst

Norbert Ernst (c) Michael Poehn

Der in Wien geborene Tenor Norbert Ernst ist als Interpret von Opernpartien im deutschen Repertoire insbesondere von Partien Richard Wagners und Richard Strauss’ weltweit gefragt.

In der Saison 17/18 wird er in folgenden Produktionen zu hören sein: beim Enescu Festival als Hans Schwalb in Mathis der Maler, an der Wiener Staatsoper als Aegisth in Elektra und als Loge in Das Rheingold, in St. Gallen als Florestan in Fidelio, in Marseille erneut als Lohengrin, an der Bayerischen Staatsoper ebenfalls als Loge in Das Rheingold und in Paris in einer konzertanten Elektra. In der Saison 16/17 trat Norbert Ernst als Lohengrin in Montpellier, im Dvorak Requiem mit dem MDR Leipzig, als Loge in Das Rheingold an der Deutschen Oper am Rhein und weiterhin in zahlreichen Rollen an der Wiener Staatsoper auf.

Im Sommer 2016 kam es zur Veröffentlichung seiner neuen CD „Lebt kein Gott“ mit Ausschnitten aus Wagner-Opern bei Decca. Neben seinen Verpflichtungen an der Wiener Staatsoper sang er 15/16 Konzerte mit dem Cleveland Orchestra und dem Brandenburgischen Staatsorchester, den Merkur in Danae bei den Salzburger Festspielen und den David in Die Meistersinger von Nürnberg beim Budapest Festival.

Zu den Höhepunkten im Jahr 2015 gehörte die Premiere der Neuproduktion von Richard Strauss’ Elektra an der Wiener Staatsoper wo Norbert Ernst als Aegisth zu erleben war. Mit Franz Welser-Möst und dem Cleveland Orchestra verkörperte er den Leukippos in Strauss’ Daphne sowohl in Cleveland als auch beim Lincoln Center Festival in New York und feierte kurz darauf mit Jaquino im Fidelio sein Operndebüt bei den Salzburger Festspielen. Im Herbst 2015 debütierte er am ROH Covent Garden in London mit dem Tanzmeister in Strauss’ Ariadne auf Naxos.

Mit seiner erfolgreichen Interpretation des Loge im Rheingold feierte er 2014 sein zehnjähriges Jubiläum als Solist der Bayreuther Festspiele und verkörperte außerdem den Lohengrin in der Kinderoper der Bayreuther Festspiele. Er erweiterte im darauffolgenden September sein Wagner-Repertoire mit seinem souveränen Rollendebüt als Erik im Fliegenden Holländer an der Wiener Staatsoper.

Bei den Bayreuther Jubiläumsfestspielen 2013 verkörperte er den Loge im „Rheingold“ unter dem Dirigat von Kirill Petrenko und in der Regie von Frank Castorf. Norbert Ernst ist Gast bedeutender internationaler Festivals wie Cincinnati Opera, Ohio, dem Opernfestival Savonlinna Finnland und den Salzburger Festspielen. Von 2004 bis 2011 war Norbert Ernst ständiger Gast bei den Bayreuther Festspielen, wo er u. a. als Steuermann (Regie: Claus Guth/Dirigent: Marc Albrecht) und David (Katharina Wagner/Sebastian Weigle) zu sehen war.

Seit der Spielzeit 2010/11 ist Norbert Ernst Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, wo er sich im deutschen Fach etabliert hat und in Partien wie z. B. Loge (Rheingold), Aegisth (Elektra), David (Meistersinger von Nürnberg), Alfred (Die Fledermaus), Erik (Der fliegende Holländer), Narraboth (Salome), Tanzmeister (Ariadne auf Naxos) sowie Tamino (Die Zauberflöte) zu erleben ist. Im Ring-Zyklus an der Wiener Staatsoper anlässlich des 200. Geburtstages von Richard Wagner konnte er als Loge in „Rheingold“ einen fulminanten Erfolg feiern und löste bei Publikum und Presse gleichermaßen Begeisterung aus.

Sein erstes Engagement führte ihn von 2002 bis 2005 an die Deutsche Oper am Rhein, wo er die zentralen Partien seines Fachs erarbeiten konnte. Es folgten Gastspiele als David (Die Meistersinger von Nürnberg), Nemorino (L’elisir d’amore), Steuermann (Der fliegende Holländer), Narraboth (Salome), Tanzmeister (Ariadne auf Naxos), Pedrillo (Die Entführung aus dem Serail) an großen europäischen Opernhäusern wie der Bayerischen Staatsoper München, der Wiener Staatsoper, dem Gran Teatre del Liceu Barcelona, dem Grand Théâtre de Geneve, der Staatsoper unter den Linden Berlin, der Opéra National de Paris, der Opéra de Monte Carlo und der Nederlandse Opera Amsterdam mit Dirigenten wie Franz Welser-Möst, Christian Thielemann, Kirill Petrenko, Peter Schneider, Sebastian Weigle, Bertrand de Billy, Simone Young, Ingo Metzmacher, Ulf Schirmer, Pierre Boulez, Adam Fischer, Pinchas Steinberg und Ivor Bolton.

Als Lied- und Konzertsänger gastierte Norbert Ernst u. a. im Wiener Musikverein, im Brucknerhaus Linz, im Wiener Konzerthaus, in der Philharmonie am Gasteig München, in der Philharmonie Berlin, im Concertgebouw Amsterdam und in der Tonhalle Düsseldorf mit Werken der gesamten großen Oratorienliteratur von Bachs Passionen bis hin zu Mahlers „Lied von der Erde“. Nach seinem erfolgreichen Liederabend Debüt im Wiener Musikverein und der Veröffentlichung seiner viel beachteten ersten Liedeinspielung „Wohl fühl ich wie das Leben rinnt“ beim Wiener Label Gramola im Jahr 2013, gestaltete Norbert Ernst mit seiner Liedbegleiterin Kristin Okerlund im Januar 2015 einen Liederabend an der Operá National de Paris mit Liedern von Hugo Wolf nach Eduard Mörike.

Im Liedgesang liegen Norbert Ernsts künstlerische Schwerpunkte in der intensiven Beschäftigung mit dem Liedwerk von Hugo Wolf, Wilhelm Kienzl und Franz Schubert.

Norbert Ernst studierte Gesangspädagogik und Konzertfach Gesang bei Gerd Fussi am Josef-Matthias-Hauer-Konservatorium in Wiener Neustadt und Lied und Oratorium bei Robert Holl und Charles Spencer an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Er vertiefte seine Studien eingehend in Meisterkursen bei Walter Berry und Kurt Equiluz.

2017/18

(Änderungen bzw. Kürzungen bedürfen der Abstimmung mit ARSIS Artist Management. Bitte verwenden Sie kein Material älteren Datums.)

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