Harry Kupfer

Harry Kupfer (c) Reto Klar

Der gebürtige Berliner studierte an der Theaterhochschule Hans Otto in Leipzig, war 1958-62 Oberspielleiter der Oper Stralsund, 1962-66 in Chemnitz und arbeitete in Weimar Dresden. Ab 1981 war er Leiter der Komischen Oper Berlin und Professor an der Musikhochschule Hanns Eisler Berlin. Für seine letzte Inszenierung als Chefregisseur an der Komischen Oper Berlin, The Turn of the Screw, erhielt er 2002 den Bayerischen Theaterpreis. Er ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin und der Freien Akademie der Künste Hamburg, sowie der Sächsischen Akademie der Künste Dresden. 2004 wurde er mit dem Silbernen Blatt der Dramatiker Union ausgezeichnet.

Unter den über 200 Operninszenierungen im In- und Ausland hat er u.a. für Bayreuth 1978 Wagners Der fliegende Holländer und 1988 Der Ring des Nibelungen, 1986 bei den Salzburger Festspielen die Uraufführung von Pendereckis Die schwarze Maske und einen ganzen Wagner-Zyklus an der Berliner Staatsoper mit Daniel Barenboim erarbeitet. Weitere Arbeiten waren u.a.: Verdis Giovanna d’ArcoMacbeth und die Uraufführung von Reimanns Bernarda Albas Haus an der Bayerischen Staatsoper, Weills Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny, Pendereckis Teufel von Loudon und Bernsteins Westside Story an der Semperoper Dresden.

In den letzten Jahren hat der Ausnahmeregisseur u.a. Lehars Die lustige Witwe an der Hamburgischen Staatsoper, Pfitzners Palestrina und Berlioz’ La dammnation de Faust sowie Prokofjews Der Spieler an der Oper Frankfurt inszeniert. Am Opernhaus Zürich erarbeitete er Wagners Die Meistersinger von Nürnberg. Mit Strauss’ Ariadne auf Naxos kehrte Harry Kupfer an das Theater an der Wien zurück, wo er 1992 die Uraufführungen der Musicals Elisabeth und 1999 Mozart! inszeniert hatte. Das Jahr 2014 beinhaltete unter anderem Les Contes d’Hoffmann in Tel Aviv sowie die viel beachtete Produktion von Der Rosenkavalier bei den Salzburger Festspielen und Parsifal in Tokio.

Harry Kupfer war Teil einer Generation von Regisseuren, welche die Entwicklung der Oper zum Musiktheater stark mitprägten und einer heutigen Sichtweise öffneten. Seine besondere Stärke in der psychologischen Entwicklung der Stücke lässt den Betrachter oftmals in Welten blicken, die neue Universen und neue Anstöße für oft wohlbekannte Werke öffnen.

Zukünftige Projekte führen ihn u.a. an die Bayerische Staatsoper (Lady Macbeth von Mzensk), an die Oper Frankfurt (Ein Leben für den Zaren) und an die Finnische Nationaloper (Parsifal).

2017/18

(Änderungen bzw. Kürzungen bedürfen der Abstimmung mit ARSIS Artist Management. Bitte verwenden Sie kein Material älteren Datums.)