Anja Kampe

Anja Kampe (c) Sasha Vasiljev
Anja Kampe (c) Sasha Vasiljev

Die deutsche Sopranistin Anja Kampe gehört zu den bedeutendsten Sängerinnen unserer Zeit. Mit vielen ihrer Rollenporträts hat sie Maßstäbe gesetzt, darunter zuletzt als Sieglinde bei den Bayreuther Festspielen, als Isolde bei der Ruhrtriennale, als Katerina Ismailova an der Bayerischen Staatsoper München oder als Walküre-Brünnhilde bei den Salzburger Osterfestspielen. Anja Kampe eröffnet die Saison 2017/18 mit konzertanten Aufführungen des Fidelio am Teatro San Carlo di Napoli, wo sie unter der Leitung von Zubin Mehta die Leonore singen wird. Anschließend kehrt sie an die Bayerische Staatsoper München zurück, um hier erneut als fulminante Lady Macbeth von Mzensk sowie als Sieglinde in der Walküre unter der Leitung von Kirill Petrenko auf der Bühne zu stehen. Die Deutsche Staatsoper Berlin präsentiert die Sopranistin als Isolde in der Neuproduktion Tristan und Isolde unter der Leitung von Daniel Barenboim. An der Wiener Staatsoper übernimmt sie die Kundry im Parsifal und wird die Partie auch in einer von Philippe Jordan dirigierten Neuproduktion des Parsifal an der Opéra National de Paris singen. Die Budapest Wagner Days 2018 haben Anja Kampe als Isolde verpflichtet, bevor die Sopranistin die Saison als Sieglinde in einer Aufführung der Walküre bei den Münchner Openfestspielen unter Kirill Petrenko beschließen wird.

Mit der Sieglinde an der Seite von Placido Domingo gelang Anja Kampe an der Washington National Opera der internationale Durchbruch. Mit dieser Rolle gastierte sie mit größtem Erfolg bislang u.a. in Los Angeles, San Francisco, München, Berlin, Barcelona, Paris, London und Bayreuth. Neben der Sieglinde ist die Senta zu einer zentralen Partie von Anja Kampe geworden. Sie hat sie u.a. in München, Hamburg, Wien, Zürich, Mailand, Madrid, Barcelona, Brüssel, London und Tokyo gesungen. Eine weitere wichtige Rolle der Sopranistin ist die Fidelio-Leonore, mit der sie u.a. in Baden-Baden, Madrid, Zürich, Los Angeles sowie an der Wiener und der Bayerischen Staatsoper erfolgreich war und sie 2014 zur Saisoneröffnung des Teatro alla Scala Milano unter der Leitung von Daniel Barenboim sang. Unter seiner Leitung gab sie auch ihre Rollendebüts als Tosca und Kundry an der Deutschen Staatsoper Berlin, wobei sie den Erfolg als Kundry am Teatro Real Madrid wiederholen konnte. Ihr Repertoire umfasst neben den bereits genannten Rollen Partien wie Eva (Die Meistersinger von Nürnberg), Elsa (Lohengrin), Elisabeth (Tannhäuser) sowie Lisa (Pique Dame), Jenůfa, Ariadne auf Naxos, Carlotta (Die Gezeichneten) und Giorgetta (Tabarro) u.a. Die Katerina Ismailowa unter Kirill Petrenko an der Bayerischen Staatsoper München und die Walküre-Brünnhilde unter Christian Thielemann bei den Salzburger Osterfestspielen waren international beachtete Triumphe und gehören zu den herausragenden Opernerfolgen in 2017.

Zum Konzertrepertoire Anja Kampes zählen u.a. Giuseppe Verdis Messa da Requiem, Beethovens 9. Symphonie, die sie zuletzt 2017 unter Philippe Jordan im Wiener Musikverein sang oder die Tove in Schönbergs Gurreliedern, u.a. beim Edinburgh Festival 2016.

Neben den genannten Dirigenten hat Anja Kampe u.a. auch mit Claudio Abbado, Semyon Bychkov, James Conlon, Mark Elder, Adam Fischer, Daniele Gatti, Valery Gergiev, Daniel Harding, Marek Janowski, Simone Young, Vladimir Jurowski, Jesùs López-Cobos, Fabio Luisi, Nicola Luisotti, Zubin Mehta, Riccardo Muti, Kent Nagano, Andris Nelsons, Kazushi Ono, Donald Runnicles und Franz Welser-Möst gearbeitet. Zu den wichtigsten Regisseuren zählen u.a. Calixto Bieito, Willy Decker, Claus Guth, Andreas Homoki, Peter Konwitschny, Harry Kupfer und Dimitri Tschnerniakow.

Einige der wichtigsten Produktionen sind inzwischen als DVD erschienen, darunter Der fliegende Holländer aus Zürich und der Parsifal der Staatsoper Berlin. Außerdem liegen als Aufnahme Tristan und Isolde und Fidelio aus Glyndebourne sowie Die Gezeichneten aus Los Angeles vor. Die von Valery Gergiev dirigierte Aufnahme der Walküre wurde 2013 mit dem Echo Klassik für die beste Operneinspielung des Jahres ausgezeichnet.

2017/18

(Änderungen bzw. Kürzungen bedürfen der Abstimmung mit ARSIS Artist Management. Bitte verwenden Sie kein Material älteren Datums.)