Andrea Bönig

Andrea Bönig

Die in Bamberg geborene Künstlerin absolvierte ihr Studium in Berlin und Basel und arbeitete an der Münchner Singschul‘ mit Astrid Varnay.

Zuletzt war die Altistin in Konzerten mit dem WDR Rundfunkorchester in den Philharmonien von Köln und Essen, in den konzertanten Aufführungen von Rheingold bei der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom, sowie in der Götterdämmerung mit dem Orchestra della Rai Torino unter der musikalischen Leitung von Kirill Petrenko zu hören.

Ihr Bühnendebüt gab die Künstlerin als Dryade in Ariadne auf Naxos am Teatro de Liceu in Barcelona, wohin sie später für den Ring des Nibelungen zurückkehrte.

1995 debütierte sie als Page in Salome an der Berliner Staatsoper unter Z. Mehta, wo sie von 1995 bis 1997 Ensemblemitglied war und der sie mit Gastverträgen weiterhin eng verbunden ist. Zu ihren Rollen an diesem Haus zählen u.a. Erda (Siegfried), Maddalena (Rigoletto), Hänsel (Hänsel und Gretel), Margret (Wozzeck), Gymnasiast (Lulu), Annina (Der Rosenkavalier) und Magdalene (Meistersinger von Nürnberg), Floßhilde in Rheingold und Götterdämmerung wie auch Aufseherin und 1. und 3. Magd in Elektra unter Dirigenten wie D. Barenboim, A. Fish, M. Gielen, F. Luisi, Ph. Jordan und S. Young.

1996 wirkte sie erstmals bei den Bayreuther Festspielen in Walküre (J. Levine) und Parsifal (G. Sinopoli) mit und kehrte in der Folge regelmäßig dorthin zurück.

1997 debütierte die Künstlerin mit großem Erfolg als Erda in Siegfried (D. Runnicles) an der Wiener Staatsoper und gehörte von 1997 bis 1999 zum festen Ensemble des Hauses, mit dem sie auch am ersten Gastspiel der Staatsoper in Peking (Le nozze di Figaro) teilnahm.

Am Meininger Theater verkörperte sie in der international beachteten Neuproduktion des Ring des Nibelungen (Regie: Christine Mielitz, Dirigent: Kyrill Petrenko) neben Erda in Siegfried erstmals Fricka und Waltraute.

Gastengagements führten Andrea Bönig bislang u.a. an die Deutsche Oper Berlin, die Mailänder Scala, nach Rom, zu den Salzburger Osterfestspielen, ans Teatro Bellini in Catania, zum Maggio Musicale in Florenz, nach Taiwan und Tokio, ans Theatre du Chatelet in Paris sowie an die Nederlandse Oper Amsterdam.

Auf DVD sind mit Andrea Bönig Lulu aus dem Opernhaus Zürich unter F. Welser-Möst sowie der Ring des Nibelungen (Fricka und Erda) aus dem Teatro de Liceu Barcelona erschienen und auf CD Die lustigen Weiber von Windsor und unter D. Barenboim Beethovens Chorfantasie.

Andrea Bönig ist häufiger Gast auf dem Konzertpodium, auf dem sie mit ihrem breiten Repertoire Werke von Bach, Beethoven, Elgar, Mahler, Mozart, Strawinsky und Verdi u.a. in Amsterdam (H. Haenchen), beim Bergen Philharmonic Orchestra (S. Young), in der Berliner Philharmonie und im Berliner Konzerthaus (D. Barenboim und C. Abbado), in Chicago (ebenfalls D. Barenboim),Genua (J. Jones), Kopenhagen (H. Haenchen), Paris (D. Barenboim, B. de Billy), Tokio (G. Sinopoli, D. Barenboim) und Wien (u.a. S. Weigle) gibt.