Anatoli Kotscherga

Anatoli Kotscherga

Anatoli Kotscherga ist einer der wichtigsten Bassisten unserer Zeit. Er begann seine Karriere in der Ukraine, wo er am Tschaikowsky-Konservatorium in Kiew studierte. Sein Repertoire umfasst alle wichtigen Bass-Partien. Seinen internationalen Durchbruch feierte er in Chowanschtschina an der Wiener Staatsoper in 1989 unter Claudio Abbado.

Seine Interpretationen von Dosifei (Chowanschtschina), Boris Ismailov (Lady Macbeth von Mzensk), Schostakowitschs King Lear, Tschaikowskys Gremin (Eugen Onegin), Verdis Großinquisitor (Don Carlo) und vor allem seine Interpretation von Mussorgskis Boris Godunow sind einzigartig. Er sang diese Rollen an vielen großen Opernhäusern unter der Leitung der renommiertesten Dirigenten u.a. Gidon Kremer, Myung-Whun Chung, Riccardo Chailly, Vladimir Ashkenazy, Seiji Ozawa und Hugh Wolff.

Er sang in Chowanschtschina an der Opéra National de Paris, der Wiener Staatsoper, dem Theatre Royal de la Monnaie Bruxelles und an der Metropolitan Opera, in Lady Macbeth von Mzensk am Teatro Liceu Barcelona, der Sächsischen Staatsoper Dresden, dem Theatre Royal de la Monnaie und an der Metropolitan Opera, in Falstaff unter Zubin Mehta und Macbeth an der Bayerischen Staatsoper München, in Falstaff und Don Carlo unter Lorin Maazel bei den Salzburger Festspielen, in Don Carlo am Teatro de la Maestranza Sevilla, Eugene Onegin an der Deutschen Oper Berlin, in Krieg und Frieden an der Opéra National de Paris, Mazeppa am Teatro alla Scala Milano, Boris Godunov bei den Salzburger Festspielen und Salzburger Osterfestspielen, an der Wiener Staatsoper sowie am Teatro la Fenice in Venedig, Teatro Regio Torino, Theatre du Capitole Toulouse, Teatro Real Madrid und an der Bayerischen Staatsoper in München. Anatoli Kotscherga sang in Don Giovanni am Teatro Liceu Barcelona, bei der Ruhrtriennale und beim Festival d’Aix-en-Provence unter Marc Minkowski in einer Koproduktion mit dem Teatro Real Madrid, in Kátja Kabanová am Theater an der Wien, in Don Giovanni unter Bertrand de Billy am Liceu Barcelona und bei den Salzburger Festspielen und Aida an der Bayerischen Staatsoper in München. In der Saison 2013/14 debütierte er als Sobakin in Rimski-Korsakows Die Zarenbraut an der Staatsoper Berlin, von welcher es im Frühjahr 2016 eine Wiederaufnahme geben wird. Anschließend verkörperte er dieselbe Rolle an der Mailänder Scala.

Anatoli Kotscherga sang u.a. Konzerte mit den Berliner Philharmonikern, weiters unter Neeme Järvi mit den Göteborger Symphoniker (Schostakowitsch: Symphonie Nr.13), unter Zubin Mehta mit den Israel Philarmonics (Mahler: Symphony No.8), unter Franz Wesler mit der Camerata Academica Salzburg (Schostakowitsch: Symphonie Nr.14), unter Christoph von Dohnanyi mit den Münchner Philharmonikern (Solo Szenen aus Boris Godunow), im Gewandhaus Leipzig (Janáček: Glagolitische Messe), in der Victoria Hall Genf (Mussorgsky: Lieder und Tänze des Todes) und im Teatro Sao Carlos Lisboa (Verdi: Messa da Requiem). Er gab Recitals im Wiener Musikverein, bei den Berliner Festwochen, beim Carinthischen Sommer und im Stefaniensaal in Graz.

Einspielungen existieren unter Claudio Abbado von Boris Godunov, Mussorgskys Lieder und Tänze des Todes und Schostakowitschs King Lear mit den Berliner Philharmonikern für Sony Classical, sowie von Chowanschtschina und Falstaff für die Deutsche Grammophon. Weitere Einspielungen von Anatoli Kotscherga sind Boris Godunov unter Robert Satanovski (Capriccio), die Glagolitische Messe unter Michael Tilson Thomas (Sony), Lady Macbeth von Mzensk unter Myung-Whun Chung (DGG), Mazeppa, Aleko, Francesca da Rimini, Der geizige Ritter und Schostakowitschs Sinfonie No.13 „Babi Yar“ unter Neeme Järvi (DGG), sowie Don Giovanni unter Alain Lombard (Farlane). Auf DVD ist er in der berühmten Don Giovanni Produktion von Calixto Bieito unter der Leitung von Bertrand de Billy zu erleben.

2017/18

(Änderungen bzw. Kürzungen bedürfen der Abstimmung mit ARSIS Artist Management. Bitte verwenden Sie kein Material älteren Datums.)